Bananen bei Fructoseintoleranz – eine gute Alternative

Obst ist gesund und enthält viele wichtige Nährstoffe. Das Problem dabei ist, dass es bei einer Fructoseintoleranz nicht mehr oder nur begrenzt gegessen werden darf. Bananen sind bei einer Fructoseintoleranz jedoch eine gute Alternative. Sie enthalten pro 100 Gramm nur 3,64 Gramm Fructose.

Was ist eine Fructoseunverträglichkeit?

Laut Schätzungen leiden in Deutschland über 30 Prozent an einer Fructoseintoleranz. Diese ist auch als Fructosemalabsorption bekannt. Für die Betroffenen bedeutet das, sie vertragen den Fruchtzucker nicht, der im Obst enthalten ist. Gesunde Menschen nehmen Fructose über den Dünndarm in das Blut auf. Dieser Prozess funktioniert bei an Fructoseintoleranz leidenden Menschen nicht richtig. Die Fructose gelangt in den Dickdarm und wird dort von Bakterien abgebaut. In diesem Zusammenhang bilden sich Gase und in deren Folge Blähungen. Des Weiteren können auch Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall auftreten. Bananen essen bei Fructoseintoleranz ist dennoch möglich. Schwieriger sieht es jedoch bei anderen fructosehaltigen Nahrungsmitteln aus.

Bananen bei Fructoseintoleranz – welches Obst dagegen suboptimal ist

Während Bananen bei Fructoseintoleranz erlaubt sind, lösen andere Früchte Probleme aus. Das liegt daran, dass die Menge an Fruchtzucker in Obst sich unterscheidet. Bananen essen bei Fructoseintoleranz kann deshalb ein guter Weg sein, den eigenen Körper dennoch mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Viel Fruchtzucker ist dagegen in Trauben, Pflaumen, Birnen und Äpfeln enthalten. Auch in Trockenobst, Marmelade, Obstsäften und Müsli oder Nahrungsmitteln mit Honig, Fruchtjoghurts, Früchten oder Fruchteis ist ein hoher Anteil an Fruchtzucker enthalten. Darüber hinaus verursacht der Zuckeraustauschstoff Sorbit ähnliche Probleme wie Fructose. Bananen bei Fructoseintoleranz ist jedoch möglich.

Obst wie Bananen bei Fructoseintoleranz und weitere Früchte sind besser verträglich

Generell gilt, dass Lebensmittel mit einem niedrigen Anteil Fructose oder denselben Gehalt an Glucose beziehungsweise Traubenzucker enthalten besser verträglich sind. Das liegt daran, dass Traubenzucker die Aufnahme von Fructose im Darm begünstigt. Eine besonders gute Balance bietet dabei die Banane. Daher ist sie wesentlich bekömmlicher. Daher sind bei Bananen bei Fructoseintoleranz empfehlenswert. Außerdem ist der Anteil an Fructose in Aprikosen, Honig- und Zuckermelonen, Avocados und Papayas relativ gering.

Dennoch zeigt sich die Verträglichkeit bei Betroffenen recht unterschiedlich. Sie müssen testen, wie hoch der Gehalt an Fructose ist, den sie vertragen. Es kann allerdings vorkommen, dass die Fructoseunverträglichkeit bei einigen Personen nur für einen gewissen Zeitraum in Erscheinung tritt und sich ohne eigenes Zutun zurückbildet.

Bei Symptomen der Fructoseintoleranz vom Arzt untersuchen lassen

Zeigen sich Symptome einer Fructoseintoleranz, sollten Betroffene den Arzt aufsuchen. Dort erhalten sie eine Fructoselösung zum Einnehmen. Anschließend wird die Atemluft durch den Arzt gemessen. Im Rahmen des H2-Atemtests kann er feststellen, ob sich Gase bilden.

Wer nicht unter den Symptomen der Fructoseintoleranz leiden möchte, sollte keine Lebensmittel zu sich nehmen, die einen hohen Anteil an Fruchtzucker enthalten. Bei vielen Patienten reicht es aus, wenn sie den Anteil dieser Lebensmittel reduzieren. Bananen bei Fructoseintoleranz zu essen, ist ebenfalls möglich. Helfen kann es auch, das Obst zusammen mit Traubenzucker zu verzehren.

Gibt es Medikamente, die bei einer Fructoseintoleranz helfen?

Es gibt zwar ein Mittel, das bei Fructoseintoleranz helfen soll, doch es gibt noch zu wenig Belege für diese These. Dabei handelt es sich um das Enzym Xylose-Isomerase, das auch unter der Bezeichnung Glucose-Isomerase bekannt ist. Es wird bei der Produktion besonders fruchtzuckerhaltigen Sirpus eingesetzt. Das Enzym transformiert Glucose in Fructose. Da Fructose süßer ist als Traubenzucker ist sie in vielen Fertigprodukten enthalten. Xylose-Isomerase soll bei einer Fructoseintoleranz hilfreich sein, denn die Substanz ist auch in der Lage, Fructose in Glucose zu transformieren.

Es heißt, dass das Enzym in Form von Tabletten oder Kapseln zusammen mit fruchtzuckerhaltigen Speisen aufgenommen werden soll und dadurch die Symptome geringer sind. Doch wie gesagt, ob das wirklich so ist, muss in Studien noch genauer untersucht werden.

Ernährungstipps bei Fructoseintoleranz

Bananen bei Fructoseintoleranz zu essen, ist ein Tipp. Auf Zuckeraustauschstoffe wie Mannit, Sorbit und Xylit sollten Betroffene jedoch verzichten, da sie die Aufnahme der Fructose aus dem Darm behindern und die Symptome verstärken. Die Austauschstoffe sind in zuckerfreien Kaugummis, Bonbons, Fertigprodukten und Speiseeis enthalten. In Pflaumen, Birnen und weiteren Obstsorten kommt Sorbitol ebenfalls vor. Diese Lebensmittel sollten bei Fructoseunverträglichkeit nicht verzehrt werden.

Es gibt jedoch auch Obstsorten, die weniger unverträglich sind, da hier das Verhältnis zwischen Fructose und Glukose besser ist. Traubenzucker begünstigt die Aufnahme von Fruchtzucker im Darm. Bananen essen bei Fructoseintoleranz ist deshalb erlaubt. Weiteres Obst, das gegessen werden darf, sind Beerensorten und Aprikosen. Obst sollte nicht alleine gegessen werden, sondern als Dessert zu den Hauptmahlzeiten. Die gleichzeitige Aufnahme von Milchprodukten wie Joghurt und Quark ist ebenfalls empfehlenswert. Fette und Eiweiße reduzieren den Weg des Fruchtzuckers im Darm, sodass er besser aufgenommen werden kann als ohne.

Betroffene sollten wissen, dass es keine Tipps und Empfehlungen gibt, die für alle Erkrankten gelten. Ebenso gibt es keine generellen Verbote für Menschen, die an Fructoseintoleranz leiden. Jeder Betroffene muss selbst herausfinden, was er gut verträgt und welche Obstsorten und Mengen ihm Probleme bereiten und Symptome verursachen.

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